• Berliner Team von WilmerHale gewinnt GCR Litigation of the Year Award 2014

    28. März 2014

    Einem Team aus Kartell- und Prozessrechtlern von WilmerHale in Berlin wurde von Global Competition Review der diesjährige Litigation of the Year Award für die Vertretung der Deutsche Bahn AG bei der Geltendmachung von Schadensersatz wegen des Schienenkartells verliehen.

    Mit dem Litigation of the Year Award wird die strategische und/oder innovative Prozessführung in kartellrechtlichen Streitfällen ausgezeichnet. Der Preisträger wird von den Lesern der Global Competition Review, einer führenden Fach- und Branchenzeitschrift für Kartell- und Wettbewerbsrecht, aus einer Shortlist von fünf bis sechs Prozessen aus aller Welt ausgewählt. Bei der Onlineabstimmung hatten über 3.000 Teilnehmer ihre Stimme abgegeben. Insgesamt hat die Global Competition Review bei ihrer Verleihungszeremonie am 25. März 2014 in Washington DC, 22 Awards in den vier Hauptkategorien Case, Individual, Firm und Enforcement vergeben.

    Unter Federführung von Ulrich Quack und Dr. Stefan Ohlhoff berät und vertritt ein Team aus Kartell- und Prozessrechtlern von WilmerHale in Berlin die Deutsche Bahn AG seit Herbst 2011 umfassend in allen Aspekten der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen gegen die an dem Schienenkartell beteiligten Unternehmen. Das Bundeskartellamt hatte wegen Preis- und Quotenabsprachen zwischen Schienenlieferanten zwischen 2001 und 2011 insgesamt Geldbußen in Höhe von rund 230 Millionen Euro verhängt. Die Deutsche Bahn AG hat wegen des Schienenkartells einen erheblichen Schaden erlitten.

    Bereits wenige Monate nach Erlass der ersten Bußgeldbescheide hat die Deutsche Bahn AG Ende 2012 beim Landgericht Frankfurt Klage gegen mehrere Schienenlieferanten erhoben. Zeitgleich konnte ein erster Vergleich mit der Voestalpine-Gruppe geschlossen werden; einige Monate später wurde auch mit der ThyssenKrupp-Gruppe eine außergerichtliche Einigung erzielt. Beide Unternehmen verpflichteten sich zu Schadensersatzzahlungen in erheblicher Höhe an die Deutsche Bahn AG. Die Zahlungen werden zum überwiegenden Teil an Bund, Länder und andere Zuwendungsgeber abgeführt, die Investitionen in das Schienennetz fördern. Die Schadensersatzansprüche gegen die Lieferanten Moravia Steel a.s. und Stahlberg Roensch GmbH werden einstweilen gerichtlich weiterverfolgt.

    WilmerHale arbeitet bei der Geltendmachung von Schadensersatzansprüchen wegen des Schienenkartells eng mit einem Team von Spezialisten für kartellrechtliche Schadensersatzfälle der Deutsche Bahn AG, den Wettbewerbsökonomen von Charles River Associates und einem forensischen IT-Dienstleister zusammen. Neben Ulrich Quack und Dr. Stefan Ohlhoff sind bei WilmerHale Dr. Jan Heithecker, Dr. Oliver Fleischmann, Patrick Späth, Dr. Julia Schwalm, Natalie Achenbach, Dr. Johannes Ylinen und Regina Klostermann mit diesem Mandat befasst.