• 12. Internationales Berliner Wirtschaftsrechtsgespräch: Globale Compliance-Anforderungen im Blickpunkt

    21. Juni 2007

    Staatssekretär Dr. Thomas Mirow und WilmerHale Partner Matthias Wissmann eröffneten heute das 12. Internationale Berliner Wirtschaftsrechtsgespräch in der Humboldt Universität zu Berlin. Das Thema der Konferenz war „Compliance in einer globalen Wirtschaftsordnung“. Experten aus aller Welt sprachen über regulatorische Lösungsansätze zur Bekämpfung von Wirtschaftskriminalität.

    Dr. Thomas Mirow, Staatssekretär im Bundesministerium der Finanzen, ging in seiner Rede auf das Thema Geldwäsche ein: „Compliance, mithin die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben, internationalen Standards für Banken, aber auch die Befolgung freiwilliger Codices, spielt im Bereich der Geldwäscheprävention auf internationaler Ebene eine bedeutende Rolle. Compliance ist mehr als schlichte Gesetzestreue – sie dient dem eigenen Interesse der Institute: der Minimierung der Reputationsrisiken, Rechtsrisiken und operationellen Risiken, die der Geldwäsche immanent sind.“

    Auch WilmerHale Partner Matthias Wissmann betonte die Verantwortung der Unternehmen, sich an nationale wie internationale Vorgaben zu halten. Zugleich sei der Gesetzgeber gefordert, genü­gend Raum für Selbstregulierung zu lassen. „Insbesondere im Bereich des Kapitalmarktrechts gibt es zum Teil übertriebene gesetzliche Anforderungen, die Unternehmen unangemessen belasten.“ International sei eine bessere Harmonisierung der Vorschriften erforderlich, um kostenintensive und bürokratische Mehrfachbelastungen zu vermeiden: „Vor allem die transatlantische Partner­schaft zwischen Europäischer Union und USA bietet ein geeignetes Forum, um einheitliche Regeln aufzustellen.“

    In den anschließenden Vorträgen und Diskussionsrunden zu rechts- und wirtschaftspolitischen Fragestellungen waren sich die Experten einig, dass Compliance keine bloße Modeerscheinung sei, die bald wieder in Vergessenheit geraten werde. Die Relevanz der weiteren Debatten in Fachwelt und Öffentlichkeit verdeutlichten vor allem die Aufsichtsbehörden in den USA und in Europa, die Verstöße auch bei grenzüberschreitenden Verflechtungen streng ahnden.

     

    Über die Sozietät

    WilmerHale ist mit über 1.000 Anwälten in den USA, Europa und China eine der größten und weltweit führenden Anwaltssozietäten. In Deutschland berät die Sozietät mit einem integrierten, grenzüberschreitenden Ansatz vor allem in folgenden Bereichen: Unternehmensrecht, einschließlich Arbeits- und Steuerrecht, Kartellrecht und Fusionskontrolle, Gewerblicher Rechtsschutz, Prozessführung und internationale Schiedsgerichtsverfahren Mit dem Beratungsschwerpunkt Public Policy steht das Berliner Büro in der Tradition der Sozietät, an der Schnittstelle von Recht, Wirtschaft und Politik zu beraten. Die Mandanten der Sozietät kommen vornehmlich aus regulierten Industrien (Medien, Telekommunikation, Luftverkehr, Energie) und der Technologiebranche sowie aus der Bank- und Finanzdienstleistungsbranche.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.wilmerhale.de

    Über die Veranstaltung

    Inzwischen zum 12. Mal veranstaltet WilmerHale gemeinsam mit der Humboldt-Universität zu Berlin die jährlich stattfindenden Internationalen Berliner Wirtschaftsrechtsgespräche. Die eintägige Konferenz lädt Vertreter aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik zum Dialog über aktuelle Themen des Wirtschaftsrechts ein und schlägt damit eine Brücke zwischen Wissenschaft und Praxis. Die Referate und Diskussionsbeiträge werden jährlich vom Nomos-Verlag als juristische Schriftenreihe publiziert.