• WilmerHale berät FMS Wertmanagement bei Übernahme der Verwaltung des HRE-Risikovermögens

    14. November 2013

    Die FMS Wertmanagement hat am 1. Oktober 2013 die Verwaltung des Risikovermögens übernommen, das die Hypo Real Estate im Jahr 2010 auf sie übertragen hat. Die Abwicklungsanstalt („Bad Bank“) wurde 2010 gegründet, um Risikopositionen und nicht strategienotwendige Geschäftsbereiche der HRE-Gruppe zu übernehmen und verlustminimierend abzuwickeln. Eigentümer der FMS Wertmanagement ist über den Sonderfonds für Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) zu 100 Prozent die Bundesrepublik Deutschland. Das Nominalvolumen des zu verwaltenden Portfolios aus Darlehen, Anleihen und Derivaten belief sich bei der Übernahme auf rund 175 Milliarden Euro und betrug zum 1. Oktober 2013 noch 128,5 Milliarden Euro.

    Nach Gründung der Bad Bank haben zunächst die HRE-Konzerngesellschaften PBB Deutsche Pfandbriefbank und Depfa Bank das Risikovermögen aus den Bereichen Gewerbeimmobilien, Infrastruktur, Strukturierte Produkte und Öffentlicher Sektor auf Grundlage eines Service-Vertrags mit der FMS Wertmanagement weiter verwaltet. Die EU-Kommission hat allerdings im Juli 2011 die mit der Rettung der Hypo Real Estate verbundene staatliche Beihilfe nur unter der Voraussetzung genehmigt, dass das Servicing durch die HRE bis Ende September 2013 beendet und von Dritten übernommen wird. Die FMS Wertmanagement und die HRE haben daraufhin ein gemeinsames Projekt für die Übernahme des Servicings durch eine zu diesem Zweck von der Bad Bank gegründete Tochtergesellschaft aufgesetzt. Das Projekt konnte nach zweijähriger Laufzeit am 1. Oktober 2013 pünktlich und erfolgreich abgeschlossen werden. Es beinhaltete zahlreiche Out- und Insourcing Projekte nach Durchführung europaweiter Ausschreibungsverfahren, darunter die Auslagerung des für das Servicing erforderlichen IT-Betriebs auf IBM sowie die Gründung einer eigenen FMS Servicegesellschaft. Zu dieser wechselten unter anderem 250 Mitarbeiter der HRE an deren Standorten in Unterschleißheim, London, Dublin und New York.

    Federführend: Martin Seyfarth (Gesellschaftsrecht), Hanns-Eberhard Schleyer (Öffentliches Wirtschaftsrecht)